Nach der Arbeit noch bis an die Grenze

Wir haben heute anscheinend zeitgleich zu arbeiten aufgehört, denn wir haben uns unverabredet kurz vor der Borstei mit den Rollern getroffen. Noch ein Kaffee, dann Klamotten packen, diese und alles andere, was wir schon die letzten Tage vorbereitet haben in den Sprinter gepackt und dann geht’s um 14:30 Uhr los nach Norden.

Geschafft haben wir es an die Grenze von Bayern: Am Schloß Issigau haben wir auf dem kleinen Campingplatz einen schönen Platz gefunden. Jetzt sitzen wir zum Essen im Biergarten, genießen ein kühles Bier und freuen uns auf die erste Nacht im Bus.

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Sjaelland

Nach einem guten Frühstück im Schloßgewölbe von Schloß Issigau …

… wir waren faul und haben darauf verzichtet, ein eigenes Frühstück zu machen, haben wir uns auf die Weiterfahrt gemacht: Ein ziemlich langer Fahrtag durch viel Regen und mit einer größeren Stauumfahrung bringt uns aber noch sicher über die Ostsee nach Dänemark.

Und dort finden wir einen netten Campingplatz auf Sjaelland direkt am Meer.

Dänisches Bier zum Abendessen und vor Allem ein dänisches Eis beschließen den zweiten Reisetag. Glücklich in Skandinavien angekommen haben wir heute Abend das erste echte Urlaubsgefühl. Gute Nacht!

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Schweden

Wir haben relativ lange geschlafen. Und wir sind beide mit der Erkenntnis aufgewacht: Es ist uns egal, wenn es nachts heftig regnet. Wir müssen morgens kein nasses Zelt zusammenlegen.

Nach dem Frühstück draußen, einer Dusche und der erfreulichen Tatsache, dass sowohl der eine Scheinwerfer des Sprinters (der war leider aufgrund einer nicht richtig verschlossen Abdeckung angelaufen), als auch der ABS-Sensor (der war gestern bei dem vielen Starkregen „abgesoffen“, und ohne den funktioniert der Tempomat nicht – blöd auf langen Strecken mit konstanter Geschwindigkeit) wieder trocken sind und funktionieren, machen wir uns wieder auf den Weg … immer weiter nach Norden.

Dänemark verlassen wir über die Öresundbrücke nach Malmö in Schweden. Wir kommen heute bis Kolmården, ca. 150 Straßenkilometer vor Stockholm.

Mit Räucherfisch, Käse, Tomaten, Gurken und Dosenbier beschließen wir diesen Reisetag – nicht ohne noch ein paar Schritte an die Ostsee zu gehen.

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Weitere 650 km

Und wieder ein langer Fahrtag zu Ende. Wir haben weitere 650 Kilometer geschafft. 

Trotzdem werden Finnland und den Inarisee frühestens am Mittwoch erreichen. Aber vielleicht können wir morgen bis zum Polarkreis … mal sehen.

Heute haben wir – mit ein bisschen suchen – einen kleinen Campingplatz etwas abseits der E4 (das ist unsere Route nach Norden) gefunden. In Barsta Hamn stehen wir direkt am Meer. Und weil es leider etwas kühl ist, gibt es das Abendessen im Bus … aber mit einer unbezahlbaren Aussicht.

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Wir haben es nicht geschafft…

… heute

  • den Polarkreis zu erreichen.
  • nach Finnland zu kommen.

Denn wir haben

  • für Christiane im Fabrikverkauf von Fjäll Räven ein Hose gekauft (denn die ein Hose, die sie eingepackt hat, gehört Henrik und da der sooooo schlank ist 😉…)
  • einen Werkstattbesuch mit unserem Sprinter absolvieren müssen, weil uns ein Steinchen in die Bremse gehüpft ist und der Fahrsound besorgniserregend war (Danke, an den jungen Werkstattmontuer, der schnell das Rad demontiert und das Steinchen entfernt hat…)
  • Wir bei einer Pause Waffeln essen „mussten“ und damit sehr an Norwegen im letzten Jahr erinnert wurden.

    Aber wir haben heute immerhin das Notdland erreicht und sind nun bereits in Sapmi (dem Land der Sami oder auch Lappland genannt).

    Unser Campingplatz heute ist ein Stellplatz an der Ostsee bei Råneå. Hier gibt es weder Strom noch fließend Wasser, aber wir sind ja bestens ausgerüstet.

    Und wir genießen die Ruhe hier – die Stille ist so groß, dass man sie ganz laut hört.

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    Wir sind am Inari-See!

    Heute haben wir es etwas früher geschafft los zu kommen. Denn mit der Zeitverschiebung (+ 1 Stunde) brauchen wir ja länger, als die Reisezeit.

    Um 10:30 Uhr – Schweden-Zeit – überqueren wir den Polarkreis … ein gutes Jahr nachdem wir das zuletzt auf unserer Norwegen-Reise getan haben. Diesmal auf dem Landweg und ohne Eistaufe!

    Um 12:50 Uhr – Finnland-Zeit – sind wir dann in Soumi.

    Mit Kahvi, Pulla und Karjalaniirakka genießen wir unsere erste Rast in finnisch Lappland.

    Der Weg Inari bedeutet auch, dass wir ca. 75 Kilometer Ölsandstraße fahren „dürfen“. Nach den ersten Schlaglochtreffern hat Henrik es meistens ziemlich gut raus, die Straße zu lesen und die meisten Schlaglöcher zu vermeiden.

    Die letzten 100 Kilometer bis zum Inari-See geht es durch die Pampas. Hier gibt es außer Rentierzucht eigentlich nichts – was für uns aber bedeutet, dass wir mehr als eine Begegnung mit den Tieren unterwegs haben.

    Wir werden nun die nächsten zwei oder mehr Tage hier am Inari ausspannen und uns erholen. Was bei schönem Wetter und 28°C !!! (um 18 Uhr Ortszeit) nicht schwer fallen wird.

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    Fast faul…

    … waren wir heute. Denn wir sind nur direkt an einen Seestandplatz umgezogen, haben den Blog auf Vordermann gebracht (Ihr könnt nun unsere bisherige Reiseroute verfolgen und die ersten Bilder sind in der Galerie eingestellt),

    wir haben Wäsche gewaschen (und wegen eines Gewittert im Bus zum trocknen aufgehängt) und sind zum Abendessen in den Pub des benachbarten Hotel zum Rentier-Burger-Essen gegangen.

    Für morgen haben wir aber einen Plan: Wir werden uns mit der lokalen Sapmi-Kultur beschäftigen. 

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    Tour auf dem Inari-See und Besuch bei SIIDA

    Heute haben wir eine Bootstour auf dem Inari-See gemacht. Das Ziel dieser gebuchten Tour war die lnsel Ukonsaari. Der Ukonkivi-Felsen ist eine historische heilige Stätte der Samen. Diese heiligen Stätten galten als Wohnstätte von Göttern, Geistern und Elfen. Die höchste Gottheit war Äijih (auf Finnisch Ukko), der Name leitet sich aus dem Donnergrollen ab.

    Und wir haben SIIDA besucht, das Sami-Museum hier in Inari. Und wir waren sehr positiv überrascht hier keine Wiederholung des Sami-Museums aus Karasjok (Norwegen 2016 !) zu erleben, sondern eine – für uns – sehr gute Erweiterung über die Geschichte und das Leben und die Natur der Sami zu finden.

    Bilder

    Hier findet Ihr eine Auswahl der Bilder des heutigen Tages.

     

    Route

    Und hier haben wir die Route des Bootes aufgezeichnet.

     

    Links

    Und hier – für alle die mehr wissen wollen – findet Ihr weiterführende Links:

     

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    Ukonjärvi

    Eigentlich wollten wir nur am Inari-See umziehen. Aber der Campingplatz, den wir auf der Straßenkarte am Nordufer des Sees entdeckt hatten, war dann doch nicht unser Fall: etwas zu einfach und lieblos.

    Da wir schon auf der Straße Richtung Kirkenes unterwegs waren (das wären nur noch ca. 100 Kilometer gewesen), waren wir kurz in Versuchung, den Abstecher an den östlichsten Punkt Norwegens zu machen. Da wir aber nicht wissen, ob wir problemlos ein Tagesvisum bekommen würden, um dann morgen mit einer kurzen, notwendigen Passage am Südufer des Inari-See weiterfahren zu können, haben wir uns dagegen entschieden.

    Also umgedreht, wieder durch den Ort Inari und weiter in Richtung Ivalo. 

    Dort haben am Ukonjärvi einen schönen Wald-See-Campingplatz gefunden.

    Hier haben wir erstmals das Vorsegel – zum Ausprobieren – angebracht. Mal sehen, falls es regnen sollte, was es bringt.

    Und, da wir in Inari noch eingekauft hatten (wir sind davon ausgegangen, dass wir heute „einsamer“ übernachten werden) haben wir zum Kochen den Grill angeworfen:

    Rentier-Bratwurst und Piirakka!

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    Achtung! Diese Bilder könnten Sie erschrecken!

    Ein fauler Tag: Lange schlafen, nichts tun und den Tag genießen – so verbringen wir diesen Sonntag.

    Unterbrochen wird die Faulheit nur von einem Spaziergang über den weitläufigen, naturbelassen Waldcampingplatz und – jetzt kommt’s: Zartbesaitete bitte nicht weitergucken…

    Wir haben uns eine Sauna gegönnt und uns im 12°C warmen See erfrischt.

    Henrik ganz, Christiane immerhin mit den Füßen.

    Morgen brechen wir hier am Inari-See – der Ukonjärvi ist ein südlicher Ausläufer des Sees – unsere Zelte ab und fahren ca. 300 Kilometer nach Süden in die Hauptstadt von finnisch Lappland: Rovaniemi.

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    Rovaniemi

    Die Nacht war nass (was uns im Bus nicht stört), der Morgen aber leider auch. So haben wir im Bus gefrühstückt. Und es ist kalt geworden: Der See ist heute wärmer als die Luft… Wir haben es nicht ausprobiert.

    Wir haben also nach dem Frühstück zusammengepackt und sind losgefahren: Ziel Rovaniemi. 

    Damit wir nicht „immer“ nur die großen Straßen fahren, haben wir einen kleinen Umweg gemacht und sind mit Ölsandstraße 

    und etlichen Rentier-Begegnungen (ein kurzes Video findet Ihr hier) belohnt worden –

     nicht zu vergessen mit Päivan Kahvi ja Munkki bei einem Stopp in einem Kahvila (viel Spaß beim Übersetzen 😀).

    Den Regen konnten wir dann hinter uns lassen. Wir haben einen guten Stellplatz auf dem Stadtcampingplatz von Rovaniemi bekommen und im „Biergarten“ an der Jätkänkynttilä (Holzfällerkerzenbrücke) zu Abend gegessen.

    Morgen – und wenn die Zeit nicht reicht – und Übermorgen werden wir uns die Sehenswürdigkeiten die Hauptstadt Lapplands in Finnland, die direkt am Polarkreis liegt, ansehen.

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    Marttiini & Artic Museum

    Heute haben wir Rovaniemi angeschaut. Wobei der Ort im Ortskern nicht wirklich viel zu bieten hat. Aber aus Rovaniemi kommen die weltbekannten Marttiini Pukko, die wir sowohl im Fabrikverkauf anschauen, als auch kaufen konnten (Henrik).

    Und es gibt das Arktikum Science Center & Museum in dem ganz toll sowohl Geschichte der Region (auch die der 100jährigen Unabhängigkeit Finnlands),

    die der Sami und der nordischen Bevölkerung insgesamt, als auch der Einfluss des Menschen auf die arktische Natur,

    sowie die Natur hier oben an sich dargestellt wird.

    Wir haben die Chance gleich schon mal genutzt und ein Foto von Christiane mit (ausgestopftem) Elch gemacht…

    … für den Fall, dass wir wirklich keinem echten Exemplar begegnen sollten.

    Danach waren wir noch in einem beeindruckenden Kunstmuseum und haben bestens in einem Restaurant zu Abend gegessen.

    BTW, wer sagt eigentlich, dass es am Polarkreis kalt ist?

    Zum Blogschreiben und Absacken sitzen wir noch gemütlich in der Sonne auf dem Campingplatz, schauen über den Fluss Kemijoki und schauen auf Rovaniemi.

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    Santa Claus und Sukulanrakka

    Angeblich wohnt Santa Claus am Polarkreis in Rovaniemi. Aber wenn man sich den Rummel im Santa Claus Village ansieht und gleich mehrfach an verschiedenen Stellen das Angebot bekommt, sich mit dem Joulupukki fotografieren zu lassen, dann beschleichen einen schon ein paar Zweifel.

    Immerhin kann man dort den Polarkreis überschreiten bzw. mit einem Fuß nördlich und mit dem Anderen südlich stehen.

    Für uns reicht diese Erfahrung mit den Santa Clauses und wir fahren lieber 30 Kilometer zu den Hiidenkirnut von Sukulanrakka.

    Das sind eiszeitliche, riesige Steinkessel, die durch Mahlsteine und Gletscherwasser in den Fels geschliffen wurden.

    Und das Ganze – natürlich – in einer typischen, finnischen Waldlandschaft aus Bäumen und hohen Felsen, von denen man auch einen tollen Blick auf die Umgebung hat.

    Wieder zurück am Campingplatz haben wir heute gekocht: Es gibt Nudeln mit einer Soße aus Knoblauch, frischen Tomaten und geräuchertem Rentier-Hackfleisch.

    Morgen fahren wir dann weiter zum Oulujärvi und verlassen somit Lappland. Nach einer Woche hier oben  – und fast zwei Wochen unseres Urlaubs – müssen wir leider weiterziehen, wenn wir in Ruhe und mit vielen weiteren Eindrücken, entspannt und erholt, in gut zwei Wochen wieder daheim ankommen wollen.

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    Oulujärvi – g**lster Stellplatz (bisher)

    Heute haben wir Lappi verlassen … die Rentiere sind aber noch da. Mit einer kleinen Träne, dass wir zwar noch weit weg, aber doch wieder Richtung Heimat unterwegs sind, blicken wir zurück:

    Gefahren sind wir gut 300 Kilometer von Rovaniemi nach Süden auf die Insel Manamansalo im Oulujärvi. Die Insel, das hatten wir vorher gelesen, ist bekannt für ihre Sandstrände und daher auch beliebt bei den Finnen. Glücklicherweise ist schon quasi Nachsaison und der riesige Campingplatz ziemlich leer. Was für uns bedeutet: Wir haben den g**lsten Stellplatz (bisher) unseres Urlaubs.

    Und weil Bilder mehr sagen als Worte:

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    Waschtag

    Wer unsere Urlaubsblog verfolgt, kennt solche Bilder. Heute war Waschtag!

    In der Früh war Henrik im seeeeehhhhhr flachen See.

    Dann die Wäsche in der Maschine und zum Trocknen auf die Leine.

    Und vor dem Abendessen waren wir dann hier in der Sauna. Und das war so schön, dass wir für morgen gleich wieder eine Session gebucht haben.

    Zum Abendessen haben wir wieder gegrillt und genießen nun noch ein Lagerfeuer vor herrlicher Kulisse.

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    Saubere Planung

    Leider ist das Wetter heute schlechter, als angekündigt. Aber wir machen das Beste daraus: lange schlafen, gut frühstücken (im Bus) und die Grobplanung für die nächste Woche machen – heute ist ja leider schon Urlaubsmitte.

    Und wir gehen wieder in die Sauna – da haben wir uns schon den ganzen Tag darauf gefreut.

    Das ganze Sauna-/See-Ensemble findet Ihr hier (zum Vergrößern bitte anklicken):

    Danach noch ein kaltes Bier (Olut, Stärke III) in der Campingplatz-Baari und den „Mitesser“ fotografieren.

    Morgen geht es dann nach Rouvesi – das ist von hier der halbe Weg nach Helsinki.

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    Reisetag

    Der Oulujärvi verabschiedet sich mit trüben aber trockenem Wetter – das bleibt fast den ganzen Tag so.

    Wir verlassen Manamansalo mit der Autofähre (und haben vom Timing richtig Glück, dass wir nicht allzu lange warten müssen).

    Ansonsten ist der Tag ein reiner Reisetag. Aufgelockert durch einen Tank- und Kaffeestop in einem kuriosen Glocken-Sammlungs-Kahvila.

    Das Restaurant heißt Vaskikello (was Bronze- oder Messingglocke bedeutet),l und die zugehörige Webseite erzählt, dass als Emblem eine Messingglocke neben der Eingangstür aufgehängt wurde. So einfach war der Ursprung der Glockensamlung, die jetzt über tausend Glocken – von ganz klein, bis hin zu großen, z.T..aus Deutschland stammenden Kirchenglocken – beinhaltet.

    Die weiteren Stops entlang des Weges sind typische, finnische Landschaften.

    Am Ziel – der Campingplatz in Ruovesi – ist das Wetter dann anders: Es regnet in Strömen. Wir checken nur kurz ein, fahren aber direkt mit dem Bus in den Ort zum Essen und suchen uns erst bei der Wiederankunft einen Stellplatz. 

    Mal sehen, wir das Wetter morgen ist und ob wir noch einen Tag bleiben (schön wär’s hier ja) oder gen Helsinki weiterfahren.

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    Iittala

    Kein Wetter zum Bleiben, daher verlassen wir heute morgen schon wieder Ruovesi und kümmern uns lieber um den „eigentlichen Grund“ unserer Finnland-Reise: das Aufstocken unseres Porzellans.
    Auf dem Weg nach Iittala machen wir einen Abstecher nach Luhtanranta bei Tampere. Das ist das Jugendlager, dass Henrik vor 35 Jahren das erste Mal im Rahmen der deutsch-finnischen Jugendbegegnung der evangelischen Kirchen München und Tampere besucht hat. 

    Es steht ein neues Gebäude dort, aber die Sauna ist immer noch die Gleiche: Ort gefunden.

    In Iittala, im Werksoutlet wird dann unser Geschirr auf die gewünschte Menge – wie bereits in München geplant – erweitert und sicher in den mitgebrachten Transportbehältnissen verstaut (Gäste werden davon bei nächster Gelegenheit partizipieren).

    Iittala gehört (mittlerweile) zur finnischen Fiskars-Group und produziert am namensgebenden Standort seine Glaswaren.

    Und Dank eines genialen, offenen Besucher Konzepts kann man sehr schön bei der manuellen Glasbläserei zusehen (Wir wissen jetzt, wie die Tropfengläser und unsere Kerzenständer entstehen).

    Zu guter Letzt fahren wir noch bis auf den Campingplatz Rastila in Helsinki. Bei schönem Wetter genießen wir unser Tagesabschluß-Bier.

    Morgen und ggf. Übermorgen werden wir Helsinki besuchen, um dann in den Schären zwischen hier und Turku noch ein paar erholsame Tage zu verbringen, bevor wir nächste Woche die Fähre nach Schweden nehmen.

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    Helsinki mal anders

    Da wir ja schon mal hier waren (2012), haben wir auf das übliche Touristenprogramm verzichtet. 

    Nach einem Frühstück in der Sonne fahren wir mit der Metro in die City und genießen das schöne Wetter beim Schlendern über den Markt und einem Kaffee auf den Esplanaden. Und wir entscheiden uns für eine Sightseeing-Tour per Boot rund um die Inseln der Stadt.

    (Zum Vergrößern bitte die Karte anklicken.)

    Danach noch – ein Muss – in die Felsenkirche.

    Wenn nicht ständig Busladungen von Touristen hier ausgekippt würden, dann könnte man noch besser entspannen. Obwohl, mit ausreichend Zeit gelingt es doch. Wer möchte, kann hier den Eindruck im Video nachempfinden.

    Auf der Suche nach einem Restaurant finden wir dann noch abseits der Fastfood-Angebote etwas versteckt im Regierungsviertel, bei dem wir – nach den Burgern, Schnell-Pizzas und Co. der letzten Tage – hervorragend zu Abendessen (ein Flasche Rotwein inklusive).

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    Kulosaari & Bummeln

    Auch heute geht es wieder in die City von Helsinki. Aber erst machen wir einen Stopp auf Kulosaari – die Insel, auf der Henrik mit ca. 4 Jahren bis zum Umzug 1972 nach Deutschland gelebt hat.

    Mit ein wenig Fernhilfe (zur Bestätigung von Henriks Erinnerung) aus München ist das richtige Reihenhaus identifiziert: Rantatöyry 5.F.

    Nachdem wir 2012 schon das Haus in Lautasaari besucht haben, kennt Christiane nun die beiden finnischen Wohnstätten aus Henriks frühester Kindheit.

    Weiter geht es in die City und wir bummeln durch Stockmanns, Marimekko und weitere Läden – bis wir wieder am Marktplatz angelangt sind. Dort steigen wir in die Tram und fahren in den Stadtteil Kallio, wo wir auch wieder ein wenig Bummeln, bis wir – zu Fuss – 

    am Yachthafen angekommen sind, wo wir mit Blick auf die Segelboote zu Abend essen.

    Von dort zurück zum Bahnhof und mit der Metro zum Campingplatz. Morgen suchen wir uns dann einen Ort am Meer, an dem wir noch ein paar Tage ausspannen können.

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    Wir sind in den Schären…

    … südlich von Turku und haben einen schönen Stellplatz gefunden.

    Laut Besitzer ist es „nur“ ein Stellplatz – mit Plumpsklo und Sauna.

    Denn einen Campingplatz betreibt er nicht.

    Ob wir morgen hier bleiben, oder die Schären Runde weiterfahren oder gar von hier auf die Ålands übersetzen…

    … hängt am Wetter, unserer Lust und den Möglichkeiten von den Åland-Inseln nach Schweden zu kommen. 

    Wir werden sehen!

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    Hopp auf die Ålands

    Wir haben den schönen Stellplatz bei Grännas verlassen, denn wir wollten wissen, ob wir von Korppoo, an der Südspitze der Schärenrunde auf die Ålands kommen – und es hat geklappt:

    Die Zeit bis zur Abfahrt der Fähre verbringen wir in Korppoo, 

    nehmen von dort die Fähre, um auf das Åland-Archipel zu „hoppen“

    und sind – mit einmal umsteigen in Kökar und einem Zwischenstopp in Sottunga (klingt nach einer Seeräuberfestung vor 250 Jahren in der Karibik?!) – 

    in gut sechs Stunden auf Övrö gelandet. Auf die Nachbarinsel Föglö – es geht wieder mit dem Auto auf der Straße entlang – bekommen wir eine exklusive Kabelfähre (wir sind die Einzigen hier unterwegs).

    Die Nacht verbringen wir auf dem einzigen Campingplatz der Insel – mit einem tollen Blick in die Abendsonne und einem kühlen Bier.

    Morgen fahren wir dann nach Långnäs, die Hauptinsel der Ålands. Mal sehen, was die Insel zu bieten hat.

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    Eckerö

    Wir sind auf der westlichsten Insel von Åland: Eckerö.

    Die Empfehlung des Schiffs?Matrosen? gestern, auf einer der östlichen Inseln (in unserem Falle Överö/Föglö eine Nacht zu bleiben, war echt Geld wert. Anstelle von fast € 600 für die direkte Fahrt auf die Hauptinsel nach Långnäs zu bezahlen, sind wir für € 105 bis hierher gekommen. 

    Die Überfahrt von Föglö nach Långnäs war nämlich in diesem Preis dann schon enthalten. Ist eine schlaue Idee der Åländer, so Übernachtungen zu generieren.

    Hier auf Eckerö sind wir direkt am Strand auf dem Campingplatz Degersand untergekommen, auf dem wir bis Montag bleiben werden.

    Heute haben wir hervorragend im Campingplatz-Restaurang (😉 schwedisch) Fisch gegessen.

    Morgen werden wir faul sein, die Sauna nutzen und nochmal grillen. Und Montag geht es dann mit der Fähre rüber nach Schweden.

    P.S.: Mittlerweile sind wir schon 5.500 Kilometer unterwegs. Genau seht Ihr das hier auf unserer aktuellen Reiseroute. Und auch in der Bildergalerie gibt es neue, nicht im Reisebericht veröffentlichte Bilder.

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    Erholsam

    Wir haben lange geschlafen, bei leichtem Meeresrauschen gefrühstückt und den Tag langsam kommen lassen.

    Leider verbannt uns leichter Regen nachmittags in unseren Bus  – was der Erholung aber nicht schadet. Lediglich ein Kaffee im Campingplatz-Cafe und der Saunagang verlangen uns ansatzweise Bewegung ab.

    Die Sauna, mit Holz befeuert und 

    Blick auf die Ostsee ist genial. Und einmal Abkühlen im Meer kann Henrik sich nicht verkneifen.

    Rechtzeitig zum Anfeuern des Grills für unser Abendessen ist der Regen vorbei und es zeigen sich blaue Stellen am Himmel.

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    Wieder in Schweden

    Heute verlassen wir die Ålands: Von Eckerö nehmen wir die Fähre nach Grisslehamn in Schweden. Ganz unkompliziert haben wir das Ticket mit dem Smartphone online bestellt und mit der Buchungsnummer checken wir ganz unkompliziert am Terminal ein – so einfach, dass es in Deutschland so nicht funktionieren kann (was übrigens auch für die – egal wo wir waren – flächendeckende Mobilfunk-Internetversorgung bzw. freie Internet-Versorgung per WLAN gilt … inkl. eines schnellen Internets während der Schiffspassagen).

    Das Schiff ist voll von Kaffeefahrern: Jeweils 2 Stunden von Schweden auf die Ålands und zurück laden zum Alkokolkaufrausch ein, den die Åland-Inseln gehören zwar territorial zu Finnland, aber durch ihren autonomen Status nicht zur Zollunion der EU. Ein Paradies für hochpreisgeplagte Nordländer. Da nimmt man 4 Stunden und ca. 16 € fürs Ticket gerne in Kauf. Entsprechende Mengen an Bier und anderen Alkoholika werden von Board geschafft (Für uns rentiert sich das aber nicht: Die Tax-Free-Preise liegen immer noch knapp über dem Niveau unserer Ladenpreise.

    In Schweden fahren wir – gefühlt – durch die Kornkammer des Landes. Dass die daraus vorherrschende Farbgebung von gelben Kornfeldern und blauem Himmel für die Farben der schwedischen Flagge Pate standen, ist leider falsch (wir haben das gegoogelt).

    Wir fahren auf der Höhe von Stockholm entlang des Mälaren (drittgrößter See Schwedens) ins Landesinnere und finden in Mälarbaden einen Campingplatz.

    Leider ist der Campingplatz nicht halb so schön, wie es die Webseite verspricht. Der große offene Platz liegt in der zweiten Reihe. Direkt am See sind ein Golfklubb und ein öffentlicher Strand.

    Mit Spaghetti Alio e Olio und gut gekühlten finnischen Bier geht dieser Tag zu Ende … Nur die Planung für morgen, die machen wir jetzt noch.

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    Strecke gemacht

    Wir kommen relativ früh los und fahren gen Süden. 

    Kaffeepause am Göta-Kanal (den Anfang des Kanals hatten wir vor gut einem Jahr auf unserer Norwegen-Tour in Göteborg).

    Und weil das Fahren passt und wir vom Vätternsee, dem zweitgrößten See Schwedens leider nicht so viel sehen, denn die Straße auf der Westseite des Sees führt zwar meistens nah, aber leider auch meistens durch Bäume, Felder, Häuser oder Felsen getrennt, am Wasser entlang, kommen wir sogar bis Helsingfors. 

    Und weil die Campingplatz-Qualität – zumindest soweit wir das während der Fahrt herausfinden können – in Schweden nicht so unserem Anspruch entspricht, setzen wir sogar noch über nach Dänemark.

    Auf dem Stadtcampingplatz von Helsingør bekommen wir einen ordentlichen Stellplatz und können in der netten Altstadt gut zu Abend essen.

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    Bye Bye Scandinavia

    Wir verlassen Dänemark – und damit Skandinavien – bei bestem Wetter.

    Noch eine große Brücke – zwischen Sjaelland und Falster – und eine letzte Fähre –

    zwischen Dänemark (Rõdby) und Fehmarn (Puttgarden) – und wir sind wieder in Deutschland.

    Zur Übernachtung landen wir auf einem kleinen Campingplatz – mit dem typischen mitteldeutschen Flair – in Seesen.

    Aber keine Angst, wir werden nicht schon morgen wieder in München sein: Wir haben uns entschieden, morgen in ein südhessisches oder nordbayerisches Weingebiet zu fahren und uns zwei Tage lang wieder vom (eher dünnen skandinavischen) Bier auf guten Wein zurück zu gewöhnen. Somit ist der Zieltermin für Zuhause weiterhin auf Samstag gestellt.

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    Mainfranken

    Wir sind beim Wein angekommen, aber der Reihe nach: Wir fahren von Seesen eine ganze Weile Autobahn. Die Kaffeepause führt uns nach Fulda, eine Stadt, die durchaus mehr Zeit verdienen würde, als für eine Kaffeepause. Von dort fahren wir über Land durch die Rhön bis zum Main.

    Durch Weinberge fahren wir am Main entlang. Leider gestaltet sich die Suche nach einem Übernachtungsplatz schwierig: Es gibt nur einen Campingplatz in Ochsenfurt, der Henrik nicht gefällt und sonst… Ach ja, der Platz muss ja auch dem Anspruch genügen, fußgängig einen schöne Ess- und vor allem Wein-Trink-Gelegenheit zu bieten.

    Wir überlegen schon, 30 Kilometer zurück zu fahren, als wir in Eibelstadt über den Wohnmobil-Stellplatz beim Wassersport-Verein stolpern. Perfekt!

    Ein knapper Kilometer Fußweg bis in den Ort und wir sind glücklich:

    P.S.: Es ist – natürlich – nicht bei je einem Glas Wein für Christiane und Henrik geblieben.

    P.P.S.: Wir hatten zusammen sechs verschiedene Weine 😉

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    Die letzte Nacht…

    … dieses Urlaubs in unserem Bus.

    Heute sind die wir keine 50 Kilometer gefahren: nur bis Bad Windsheim in die Franken-Therme. Hier haben wir zum Urlaubsabschluss noch einen schönen, erholsamen Wellness-Tag verbracht. Mit dem Highlight, dass die Franken-Therme einen voll gesättigten Salzsee hat (fast 30% Salzanteil), in dem man wie im Toten Meer wie ein Gummiball an der Oberfläche schwimmt.

    Jetzt liegen wir – bei Regen – in unserem Bus und freuen uns noch auf guten Schlaf und die letzte Bus-Nacht dieses Urlaubs. Morgen sind wir wieder daheim!

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    Zu Hause – Fazit

    Wir sind wieder daheim und hatten einen tollen Urlaub. Zusammengefasst stellen wir fest:

    • Wir waren ganz oben in Lappland!
    • Wir müssen da wieder hin, aber das nächste Mal im Winter für Hundeschlitten-Safaris und Nordlichter.
    • Wir sind in 4 Wochen 7.560 Kilometer gefahren. Das ist eigentlich für die kurze Zeit zu viel.
    • Unser Bus funktioniert perfekt – als Fahrzeug und als Camper-Van.
    • Wir haben viele Rentiere gesehen.
    • Wir haben keinen Elch gesehen. Vielleicht hat Christiane doch Recht und der Elch ist ein Fabelwesen? Obwohl…

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