Es geht los!

Der Anhänger ist gepackt, der Canadier liegt bereit und Henriks Sohn Lukas, der bis zum Studienbeginn zur Untermiete wohnt, ist in die Versorgung von Katze, Pflanzen und sonstigen Dinge in der Wohnung eingewiesen.

Für uns beide heisst es nun endlich – nach erfolgreichen, aber sehr anstrengenden Arbeitsinhalten in den letzten Wochen: Es geht los! Zwei Tage bis Travemünde und dann mit der Fähre nach Helsinki!

Warten am Skandinavienkai.

Gestern sind wir ganz easy bis Hildesheim gekommen. Heute waren es dann nur noch 250 km bis Travemünde.
Trotz ausschlafen, entspanntem dahin gleiten, einem Abstecher in Lübeck

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und einem Picknick (Tee und Butterkuchen) an der Ostsee

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sind wir schon um 17 Uhr am Fährhafen. Checkin ist ab 20:30 Uhr, Boarding ist 3 Stunden später.
Es heisst nun also warten…

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Wir werden uns die Zeit mit Ausruhen „vertreiben“.

Update: Pünktlich um 20:30 Uhr sind wir durch den Checkin. Und der freundliche Mensch von der Einteilung der Wartebahnen hat uns wie angekündigt ganz nach vorne platziert. Wir dürfen also als Erste nachher ins Schiff. Und in Helsinki wahrscheinlich auch als Erste wieder raus.

Am Samstag sind wir dann in Helsinki.

Wir sind da.

Unser Schiff war pünktlich und die Überfahrt problemlos, wenn man mal von den sogenannten Liegesesseln absieht. Wir haben das Beste daraus gemacht und am Boden geschlafen.

Gestern früh ging dann alles ganz schnell. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Schiffsrestaurant geht’s zum Auto und 20 Minuten nach dem Anlegen sind wir auch schon unterwegs.

Erstes Ziel zum Erholen ist Lahti. Aber Pech gehabt, wegen eines Jugendfestivals ist der Campingplatz voll. Also dann weiter Richtung Mikkeli. Leider gibt es sie nicht –  oder wir sind nur zu müde, sie zu finden – die Campingplätze, die in der Straßenkarte eingetragen sind.

Letztendlich landen wir in Anttola (siehe Reiseroute). Der Campingplatz hier ist einfach, mitten in der Natur und für die nächsten Tage genau richtig zum Ausruhen und Paddeln.

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Faul am Lagerfeuer.

Das Wetter war heute durchwachsen. Ein wenig Regen, etwas Sonne und viel Wind (die Kiefern schmeissen Kiefernzapfen auf unser Zelt).

Heute Abend haben wir unsere Lagerfeuerstelle ausprobiert – Christianes umgebauter alter Wok.

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Chillen in der Abendsonne…

Erste Paddel“tour“ und Ortsveränderung.

Gestern morgen hatten wir ein besonderes Frühstück: Christiane hat die Stelle entdeckt und wir haben direkt am See gefrühstückt.

Danach haben wir erstmals unseren Canadier zu Wasser gelassen (siehe Bildergarlerie) und sind einmal um die gegenüberliegende Insel gepaddelt. Und danach haben wir erfolglos versucht, dem See einen Fisch für das Abendessen zu entlocken.

Daher ging’s am Nachmittag nach Mikkeli. Dort steht die drittgrößte Holzkirche Finnlands (siehe Sehenswürdigkeiten). Leider außen gerade in Renovierung, innen aber beeindruckend.
In Mikkeli haben wir dann auch eingekauft – da das mit dem Fisch ja nicht geklappt hat – und auch die horrenden Bierpreise wahrgenommen (siehe Bildergalerie). Wir haben uns dann trotzdem im Supermarkt ein Karjala-Olut (olut = Bier auf finnisch) geleistet: für 1,09 EURO pro 0,33cl.

Heute sind wir dann von Anttola weitergefahren und letztendlich – wir haben erst den 5. Campingplatz genommen (und der war nicht im Campingführer oder auf der Straßenkarte verzeichnet).

Von hier aus wollen wir Imatra und Olavinlinna besuchen.

Natur pur.

Gestern Abend hat es zum Sonnenschein noch ein wenig geregnet. Belohnt wurden wir mit einem gigantischen Regenbogen.

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Heute Morgen ist strahlender Sonnenschein. Das hat uns beide dazu verleitet, uns im See zu waschen. Wer braucht da schon eine Dusche?

Stromschnellen in Imatra.

Gestern habnen wir uns die Stromschnellen in Imatra angschaut: ein gewaltiges Naturspektakel (siehe auch unter Sehenswürdigkeiten).
Der Fluss Vouksi überwindet in Imatra 18m Höhe zwischen zwei Seen, heute durch ein großes Wasserkraftwerk. Aber jeden Sonntag und in den Sommermonaten täglich wird um 18 Uhr das Wehr zum alten Flußbett für 15 Minuten geöffnet. Und so füllt sich – zu Musik von Jean Sibelius (hört man nicht mehr, wenn das Wasser tost) – das alte, in Granit gegrabene Flussbett mit Wasser und wird zu einem reißenden Wildwasser.

Vor der Schleusenöffnung…

… und danach.

Gegen 18:45 Uhr ist dann wieder alles wie vorher.

Heute, Freitag, ist ein fauler Tag: Der Wind hat gedreht und kommt heute aus Osten. Despektierlich würde ich sagen: Russlandwetter (die Grenze ist nicht weit) – es regnet teilweise heftig.

Daher nur ein paar weitere schöne Bilder in der Bildergalerie.

 

Punkaharju, Olavinlinna und „Umzug“ nach Mittelfinnland.

So, jetzt haben wir uns drei Tage nicht gemeldet. Es wird also ein etwas längerer Eintrag.

Zuerst mal: Danke an alle, die mitlesen. Wir freuen uns immer Eure Konmmentare zu erhalten.

Jetzt aber zum Geschehen:
Am Samstag hat uns die Sonne geweckt – um 4:35 Uhr morgens (siehe Bildergalerie). Man merkt, dass wir hoch im Norden sind. Es wird früh hell, spät dunkel und eigentlich im Sommer nie finster.
Nach einem Frühstück am und Waschen im See machen wir uns auf den Weg nach Savonlinna. Und dorthin wählen wir natürlich die schönste Strecke, die man von Tasapää – so heißt der „Ort“ genau, wo sich der Campingplatz befindet – nehmen kann. Wir fahren über Punkaharju, einem aus der letzten Eiszeit stammendem Hügelrücken, der zwischen zwei Seen bis zu 25m aufragt. Hier ein Bild von der Autovideokamera.

In Savonlinna (siehe wie immer auch bei den Sehenswürdigkeiten) besuchen wir zuerst den Markt und machen „Brotzeit“ mit frischen Herneitä (Erbsen) und Kalakukko (das sind in Brotteig gebackene kleine Fische).
Zu Fuß machen wir uns danach auf zu der nahegelegenen Festung Olavinlinna aus dem 15. Jahrhundert. Die Burganlage beherbergt heute Opernfestspiele und diese feiern 2012 ihr hundertjähriges Jubiläum.

Auf der Fahrt zurück zum Campingplatz kann Henrik sich den Abstecher über eine sogenannte Öl-Sand-Straße (= Schotterpiste) nicht verkneifen.

Da es ja – wie bereits erwähnt – erst sehr spät dunkel wird, verändert sich auch unser (und speziell Christianes) Rhythmus. Vor dem Essen am Campingplatz paddeln wir noch ein Stündchen über den See. Nach dem Essen lassen wir den Tag mit einem Lagerfeuer ausklingen.

Gestern, am Sonntag, ziehen wir dann „um“: Von Ostfinnland geht es nach Mittelfinnland nach Jämsänkoski, ca. 70 km südwestlich von Jyväskylä.
Da wir in Finnland mit dem Anhänger eh nur max. 80 km/h fahren dürfen, fahren wir quer durchs Land und nehmen auch die kleineren Straßen. Und eine davon bedingt sogar das Übersetzen mit der Fähre über einen See – zu unserem Erstaunen komplett kostenfrei.

Zuerst ist der Campingplatz in Jämsänkoski – trotz Erwähnung in den Campingführern – nicht als solcher zu erkennen. Aber aktives Nachfragen mit Unterstützung englischsprechender anderer Campinggäste beschert uns einen wunderschönen Standplatz: noch näher am Wasser wäre dann IM See.

Henrik versucht auch gleich, vom Steg aus das Abendessen zu organisieren. Aber dank Christianes Weitsicht sorgen Nudel mit Pesto für einen gefüllten Magen.

Jetzt muss in den kommenden Tagen nur das Wetter besser werden (heute regnet es ziemlich viel), dann klappt es vielleicht mit dem Fisch und einer längeren Paddeltour.

Taulaniemi.

Wir sind wieder weitergezogen – und zwar gestern. Ein sehr regenreicher Tag in Jämsänkoski hat uns dazu bewogen, Tampere vor zu ziehen und hier ein wenig Stadt und Shopping zu machen. Wenn das Wetter wieder besser ist, wollen wir aber schon nochmal in die Pampas.

Gefunden haben wir den kleinen See Taulajärvi und den Campingplatz auf Taulaniemi (Niemi = Halbinsel).

Und wie als Wiedergutmachung ist auch das Wetter besser.

Heute waren wir in Tampere. Und nachdem Henrik weder gestern (noch heute nach Tampere) im See Fische gefangen hat (Aber meinem Angelhaken hinterherschwimmen habe ich sie gesehen!), haben wir in Tampere Barsche gekauft – lecker.

Und auf dem Rückweg von Tampere haben wir noch einen Abstecher in die „Wildnis“ gemacht (Henrik wollte das Jugendcamp Luhtanranta finden, in dem er vor 30 Jahren war!!!). Gefunden haben wir Luhtanranta nicht, mitgenommen haben wir unsere ersten Blaubeeren (Danke Ma/Karin, für die Info, dass die Saision dafür gerade begonnen hat).

Morgen fahren wir nach Iittla und zu Marimekko, um unsere Geschirr- und Glaswünsche zu erfüllen. Und wir werden mal sehen, was Tampere so ansatzweise im Nachtleben zu bieten hat.

Ein „Fährtchen“ nach Virrat.

Taulaniemi hat uns sehr gefallen. Wir haben – entgegen der ursprünglichen Planung – den Tag nach dem Ausflug nach Tampere erst einmal bei herrlichem Wetter versandelt. Erst am Freitag haben wir dann unsere Tour nach Iittala gemacht und dort unser Geschirr ergänzt. So ein Fabrikverkauf ist klasse, da gibt es auch 2. Wahl und so ist es ein wenig mehr geworden.
Marimekko in Humppila erwähne ich jetzt nicht (ein unnötiger Umweg ist das gewesen).
Aber wir waren auch noch mal in Tampere, haben dort auf dem „Keine-Ahnung-was-das-für-ein-Anlass-war“-Markt gegessen und uns noch ein wenig die Stadt angeschaut.

Gestern haben wir dann nochmal einen Erholungstag am Campingplatz eingelegt und viel gelesen. Und spät am Abend dann noch die Wäsche vom Vortag zu Ende getrocknet.

Heute haben wir uns dann planmässig auf die Suche nach einem Campingplatz in der Pampas gemacht, bevor wir Mitte kommender Woche auf Städtetour gehen: erst Turku, dann zum Abschluß Helsinki.
Begrüßt hat Henrik der Morgen um 3:45 Uhr – das Bier vom Vorabend 🙂 – mit einem wunderschönen Sonnenaufgang (siehe Bildergalerie).

Aber nun zu unserem neuen Standort: Weil wir was Besonderes gesucht haben, im Campingführer aber das so nicht zu erlesen war, ist aus dem Wechsel zum neuen Campingplatz – Christiane sagt, ihr Großvater hätte es ein „Fährtchen“ genannt – eine kleine Rundreise durch Westfinnland geworden. Letztendlich hätten wir auf direktem Wege nur 80 km gehabt. Aber weiß man’s vorher?

Jetzt sitzen wir also in Virrat auf einem Naturcampingplatz mit Plumpsklo und eigenem Steg.

Hier werden wir die nächsten Tage nochmal Natur genießen: mit Blaubeeren und Pfifferlingen (wenn wir sie finden) und vielleicht beißt ja doch noch ein Fisch.

Beeren und fast ein Elch.

Heute haben wir lange geschlafen und sind dann erst spät nach dem Einkaufen ins Gelände – das Wetter ist trüb und wir mussten uns erst aufraffen (Besser: Christiane musste Henrik aufraffen).

Aber wir haben es dann doch gepackt und haben eine 6 km lange Wanderung, die hier als Rundweg am Campingplatz vorbeigeht, gemacht. Der Wald ist hier sehr abwechslungsreich.

Neben dem – für mich (Henrik) aus der Kindheit in Erinnerung gebliebenem – Mischwald eben auch mit vielen großen Granitfelsen, die ganz häufig mit Moos überwuchert sind (siehe Bildergalerie).

Genutzt haben wir die Wanderung auch zum Beeren sammeln: Wir haben einiges an Blaubeeren gepflückt. Dabei waren die Mückenschutznetze ein Segen, außer vielleicht aus modischer Sicht.

Auch einem Elch sind wir – fast – begegnet. Na ja, immerhin haben wir eine frische Hufspur entdeckt.

Und – und die hätten wir beinahe übersehen – ein paar Walderdbeeren haben wir auch genossen. Hmmhhh, lecker!

Morgen hoffen wir auf etwas besseres Wetter. Dann wollen wir den See mit dem Canadier erkunden und nochmehr Blaubeeren sammeln.

Noch ein Pampas-Tag und Weiterreise nach Turku.

Gestern haben wir noch einen Pampas-Tag genossen. Das Wetter war trocken mit sonnigen Abschnitten und so haben wir zuerst einmal den Lakari-Järvi (Järvi = See) mit unserem Canadier erkundet. Ein kleiner aber feiner Rundkurs.

Nach einer Mittagspause – wir sind ja nicht zu letzt zum Erholen und Seele-baumeln-lassen hier im Urlaub – sind wir dann nochmal zu der Blaubeerenstelle von unserer Wanderung vom Dienstag gegangen (mit einer kurzen automobilen Unterstützung). Neben einer ganz erträglichen Ausbeute an Blaubeeren

haben wir auch Moos erbeutet (für die weihnachtliche Krippe in München) und es sind ganz tolle Fotos entstanden (siehe Bildergalerie).

Heute sind wir dann nach Turku weitergereist, das wir in den kommenden Tagen erkunden wollen. Leider sind die beiden ortsnahen Campingplätze voll gewesen oder hatten den Charme eines Wohnmobilparkplatzes. Daher hat es uns ca. 30 km südöstlich von Turku verschlagen und wir haben unser Zelt in Parainen aufgeschlagen (-geklappt) – mitten in den finnischen Ostsee-Schären.

In den Schären.

Gestern haben wir Turku angeschaut. Man merkt – im Vergleich zu z.B. Mikkeli oder Tampere – dass man hier im Süden des Landes ist und die Geschichte durch den Einfluß der Schweden der Stadt, aber auch den Menschen, eine andere Prägung gegeben hat.

Nachdem wir uns in der Stadt so ziemlich die Füße platt gelaufen haben, waren wir im Supermarkt nochmal frischen Fisch kaufen und nach einem leckeren Abendessen haben wir den Sonnenuntergang hier auf einem großen Felsen am Campingplatz genossen.

Wenn in Finnland im Sommer mal was im Überfluß zu finden ist, dann sind es spektakuläre Sonnenuntergänge (siehe auch Bildergalerie).

Heute haben wir einen Ausflug in die Schären gemacht und sind mit dem Auto – unterstützt durch zweimal Fähre – bis auf die Insel Korppoo gefahren.

Das Schärenarchipel, dass hier zu Turku gehört, zieht sich über die Aland-Inseln bis nach Schweden (mehr bei den Sehenswürdigkeiten).

Auf dem Rückweg haben wir dann ein paar Neben-Ölsand-Straßen genommen.

Bei schönem Wetter sind die aber sehr staubig, was man dem Auto von hinten auch sehr ansieht:

Aber das gehört – unbedingt – dazu!

Über Rejböle nach Espoo bei Helsinki.

Gestern ein fauler Samstag, den wir nur mit einem Spaziergang nach Parainen unterbrochen haben: Wir mussten ein wenig einkaufen und haben uns zum Abendessen ein wunderbar schmackhaftes Haukifilee (= Hechtfilet) gegönnt (das mit dem Angeln hat ja nicht geklappt).
„Gekrönt“ wurde der Abend dann durch ein gigantisches Gewitter. Aber – auch wenn es ggf. im Fernsehen berichtet wurde – wir haben das Unwetter schadlos überstanden!

Heute haben wir nun zum letzten Mal den Standort in Finnland verändert: Wir sind nach Espoo auf den Campingplatz Oittaa gefahren und werden von hieraus die kommenden vier Tage Helsinki besuchen. Helsinki ist die Welt-Design-Hauptstadt 2012. Das wird sicher sehr spannend.

Auf dem Weg nach Helsinki konnte sich Henrik nicht verkneifen, Inkoo im Navigationssystem einzugeben. Und einer nicht ganz leichten Entscheidung geschuldet, sind wir dann doch in Rejböle, dem Sommerhaus aus Henriks finnischer Kinderzeit vorbei gefahren.

Das letzte mal war Henrik vor über 20 Jahren dort und damals ziemlich enttäuscht. Trotzdem hat es heute so gereizt, dass – mit dem Wissen der Veränderung – es einfach notwendig war vorbei zu fahren. Videokamera ein, und nach dreimal falsch abbiegen, taucht dann tatsächlich Rejböle auf.

Das Haus steht noch, ist aber nicht im besten Zustand (von den Nachbarn haben wir erfahren, dass es zum Verkauf steht). Und der Wald hat sich einige der Freiflächen, die Henrik aus seinen Kindertage in Erinnerung hat, zurückgeholt.

Der Wald, der vor gut 20 Jahren abgeholzt war, ist wieder nachgewachsen, aber die Sommerhausdichte im Umfeld hat sich erhöht: Das „Haus von Rocky-Tocky“ steht mit zwei anderen Sommerhäusern restauriert da und auch oberhalb unseres Rejböle-Sommerhauses, quasi nach der nächten Kurve, wo wir immer zum Blaubeeren-Sammeln in den Wald gegangen sind, steht ein großes Sommerhaus (und den Menschen dort gehört unsere alte Badestelle am Marsjön).

Entgegen der Erfahrung von vor 20 Jahren war Henrik heute nicht enttäuscht, sondern glücklich, dass Rejböle noch steht. Dass sich die Umgebung verändert, das ist der Lauf der Zeit.

Helsinki (Teil 1).

Gestern und heute haben wir die ersten beiden Tage in Helsinki verbracht.
Wir haben uns hier in Espoo 4-Tages-Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel gekauft und sind mit Bus und S-Bahn vom Campingplatz zum Hauptbahnhof in Helsinki gefahren.

Gestern war der Tag geprägt vom Orientieren, den Markt ausgiebig erkunden, die deutsche Kirche besuchen – Henrik wurde dort getauft – und ein paar Einkäufe tätigen. Und zumTagesende haben wir dann die Felsenkirche besucht und dort ein wenig entspannt.
Heute – bei bestem Wetter – haben wir dann den Dom, die Eisbrecher und die russisch-orthodoxe Uspenski-Kathedrale besucht. Und danach sind wir mit der Fähre nach Soumenlinna, eine bereits von den Schweden Mitte des 18. Jahrhunderts angelegte Festung auf einer kleinen Inselgruppe vor Helsinki (in Sichtweite der Stadt).
Zum Abschluß des Tages haben wir dann noch eine Rundtour mit der Straßenbahn 3T gemacht, die einen schönen Eindruck der Stadt vermittelt und nahezu an jeder Sehenswürdigkeit vorbeikommt.

Da es in Helsinki so viel zu sehen gibt, verzichte ich hier auf Bilder: Wir haben für Helsinki eine eigene Seite angelegt (siehe Navigation).

Na ja, ein Bild gibt es doch:

Henrik hat an einem Fischstand in der alten Markthalle Neunaugen entdeckt – ein ca. 20 cm langer „Fisch“. Und den haben wir gestern zum Abendessen genossen. Schmeckt so, wie Henrik ihn in der über 40-Jahre-alten Erinnerung hatte.

Helsinki (Teil 2).

Nun sind auch die letzten beiden Tage in Helsinki vorbei – und damit geht auch unser Urlaub zu Ende.

Gestern und heute haben wir die anderen größeren und kleineren Sehenswürdigkeiten von Helsinki besucht (Bilder wieder in der Helsinki-Bildergalerie).
Begonnen haben wir am Mittwoch mit dem Flohmarkt und dem Künstlerviertel in Runavouri. Von dort sind wir dann auch mit dem Bus rüber nach Lauttasaari und haben die Wohnanlage mit Henriks „erster“ Wohnung in der Maaonlahdentie besucht.

Danach sind wir in die Trambahn gestiegen und mit einem Zwischenstopp am Sibelius-Monument sind wir zu Arabia, der alten Porzellan- und Keramik-Fabrik am anderen Ende von Helsinki gefahren. Besonders gefallen hat uns das Museum dort, dass die weit über hundertjährige Geschichte von Arabia mit Originalen aus der jeweiligen Zeit dokumentiert. Auffällig für uns – auch für Christiane – war, wie viele Designs wir selber auch aus unserer Kindheit kannten, ohne zu wisen, dass das dann also ganz häufig finnisches Design und Porzellan gewesen ist.

Heute haben wir dann den letzten Erkundungstag gehabt. Über den Botanischen Garten zum Markt mit Markthalle in Hakaniemi. Hier kaufen überwiegend die Finnen ein und man merkt das ganz deutlich am Angebot: kein Vergleich zum Markplatz am Hafen.

Von dort sind wir weiter zu Fuß Richtung Finlandia-Haus und haben an der Töölönlahti (Lahti = Bucht) in einem wunderschönen Kahvila (die gibt es ganz oft und in unterschiedlichen Größen in ganz Finnland) mit Blick auf die Nationaloper und das Finlandia-Haus Kaffee (= kahvi) und Pulla bzw. korva puustit („Ohrfeigen“) genossen.

Vorbei am Nationalmuseum und dem Parlament haben wir erneut (wie am Montag) einen Abstecher in die faszinierende Felsenkirche gemacht und sind danach noch über den großen Friedhof der Stadt mit christlichem, islamischen, jüdischen und orthodoxem Teil spaziert.

Der doch nicht ganz so kurze Rundweg – alles zu Fuß – hat uns durchaus ermüdet und so haben wir kurzer Hand dem Jazz-Konzert von „Marino & Sunrise-Orchestra“ auf der Freibühne in den Esplanaden gelauscht.

Abschluß heute war dann unser erster und einziger echter Restaurantbesuch – wir wollten nicht mehr kochen.
Bewusst war uns aber auch, das Finnland nicht ganz billig ist (die Bierpreise hatten wir in der Bildergalerie ja schon dokumentiert): Für zwei Kaffee mit Gebäck zahlt man 8-10 Euro und auch ein Restaurantbesuch kostet locker 25-30 Euro pro Person.

Morgen heißt es dann ein letztes Mal in Finnland das Zelt zusammenzuklappen und gen Vuosaari aufbrechen, wo am späten Nachmittag die Fähre zurück nach Deutschland fährt.

Heimreise.

Heute geht es also wieder nach Hause.
Am Campingplatz haben wir zwar nicht gehetzt und mit dem Auto sogar die Route durch die Innenstadt von Helsinki genommen, trotzdem stehen wir am und nach dem CheckIn wie bei der Hinreise ganz vorne.

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Und wir haben auch schon – nachdem wir auf der Hinreise die Ruhesessel so unbequem fanden – auf eine Kabine aufgestockt.
Morgen Abend kommen wir in Travemünde an und übernachten dort am Campingplatz. Wenn also weiter alles passt, sind wir am Montag wieder in München.

Näkemiin Soumi, wir kommen wieder!

Wieder zu Hause.

Wir sind wieder da. Begrüßt wurden wir am Samstagabend in Travemünde von einem wunderbaren Sonnenuntergang (gibt es also auch hier :-)).

Entgegen der Planung sind wir am Sonntag von Travemünde bis München durchgefahren, da der Wetterbericht für die Region um Würzburg für die Nacht von Sonntag auf Montag Gewitter angesagt hatte und wir somit keine Lust verspürten das Zelt ggf. im Regen abzubauen.

Die Erholung wird hoffentlich noch eine Zeit lang reichen, zumal wir erst kommenden Woche wieder arbeiten müssen (na ja, Christiane wird am Donnerstag und Freitag vom Homeoffice aus mal die Maileingänge checken).

Danke an Alle, die unseren Blog verfolgt haben.