Unsere Ausrüstung

Zum Teil von Anfang an, zum Teil über die Zeit haben wir unsere Ausrüstung angeschafft. Hier wollen wir Euch beschreiben, welche Dinge für uns bei unseren Touren besonders wichtig geworden sind:

  • Beladehilfe
  • Anhänger
  • Bootswagen
  • Fotoausrüstung
  • Heckkasten
  • Luftpumpe
  • Knieschoner
  • Paddel
  • Schuhe
  • Schwimmwesten
  • Seile und Wurfsack
  • Transport
  • Wasserdicht



  • Beladehilfe

    OutriggerDa der Canadier mit seinen 5 m Länge und 34 kg Gewicht sehr unhandlich ist und gerade meine Frau beim Aufladen auf unser Auto damit massive Probleme hat, habe ich nach einer Lösung gesucht, den Canadier auch nahezu alleine auf den Autodachträger zu heben.
    Gefunden habe ich von Thule den Outrigger 547. Diese Zusatzschiene wird am vorderen Querträger des Dachgepäckträgers (Fabrikat: beliebig) montiert.
    OutriggerZum Beladen wir der Outrigger ausgezogen und der vordere Teil des Canadiers, der neben dem Auto liegt, auf den Outrigger gehoben. Das kann ich alleine, lediglich einer meiner Söhne stabilisiert den hintern Teil des Canadiers am Boden.
    Dann hebe ich den hinteren Teil des Bootes auf die hinteren Lastenträger des Dachgepäckträgers. Durch die Sicherung am Ende des Outrigger kann das Boot während dieses Vorgangs nicht abstürzen.
    Zum Schluss wird das Boot auf dem vorderen Lastenträger positioniert, der Outrigger wieder eingefahren und mittels seines integrierten Federmechanismus sicher arretiert. Danach wir der Canadier mit Gurten und Tauen sicher festgezurrt.
    Nachdem ich mir nun für meinen Canadier "Ohio" bei Ebay einen Anhänger erstehen konnte, verwendet nun Stefan den Outrigger für seinen neuen Canadier.
    Ach ja, das es den Outrigger von Thule nur noch selten gibt, habe ich eine adäquate Beladehilfe bei Prijon gefunden.


    Anhänger

    AnhaengerBis Anfang diesen Jahres (2004) hatte ich meinen "Ohio" außen an der Garagenwand gelagert. Das Beladen auf das Auto war aber mit einigen schwierigen Kurven durch den Garten verbunden. Also wurde die Idee geboren, eine Garage anzumieten und den Canadier auf einem Hänger zu legen und dort einzustellen.
    Nach einiger Suche im Internet und bei lokalen Händlern war schnell klar, dass ein Bootsanhänger nicht in Frage kommt (da zu unflexibel) und ein "normaler" Anhänger bei der benötigten Länge für einen 5 m Canadier zu teuer und zu breit ist.
    Also bei Ebay gesucht: Gefunden habe ich einen ehemaligen Hänger der Telekom, der zum Telefonmastentransport ausgelegt war: Länge 4,2 m. Nur den lästigen Aufbau für die Telefonmasten abgebaut, einen Autodachträger aufgeschraubt und den "Ohio" oben drauf. Der Canadier steht hinten den erlaubten 1m über und ich kann auf der verschliessbaren Ladefläche alle möglichen Ausrüstungsgegenstände problemlos unterbringen.
    Die Garage war auch schnell gefunden und nun muss ich nur noch Anhängen und schon kann es zur nächsten Tour losgehen.


    Bootswagen

    Eckla AtlanticUm den relativ schweren und langen Canadier problemlos über kürzere Entfernungen transportieren zu können - z.B. vom Auto zum Wasser oder um ein Wehr herum - habe ich mir von Eckla den Bootswagen "Atlantic" zugelegt. Dieser ist handlich klein, hat Luftreifen und passt zusammengeklappt im Boot ins Heck hinter die hintere Sitzbank.
    Brauche ich den Wagen, muss ich ihn nur schnell aufklappen und lege den Canadier so auf den Bootswagen, dass ca. ein Drittel des Bootes nach hinten übersteht. Nun noch festgezurrt - i.d.R. reichen hier Expandergummis - und ich kann den Canadier relativ bequem am längeren Ende hinter mir her ziehen.


    Fotoausrüstung

    Von Anfang an wollte ich auch Fotos von unseren Flusstouren machen. Allerdings ist mir meine Spiegelreflexkamera zu wertvoll, um zu offen im Boot liegen zu haben. Also habe ich einen wasserdichten Fotokoffer gekauft. Dieser erwies sich aber als unpraktikabel: Ständig die Kamera aus- und wieder einpacken, Schnappschüsse sind so nicht möglich - und schon gar nicht in Situationen, wo nur wenig Zeit zwischen zwei Paddelschlägen bleibt, z.B. in leichtem Wildwasser.

    Canon Als Lösung habe ich von Canon die 35 mm Kleinbild Autofokus-Kompaktkamera Prima AS-1 gefunden.
    Die AS-1 hält nicht nur Schnee und Regen problemlos aus, sie kommt auch mit einer Wassertiefe bis zu 5 Metern prima zurecht. Unter Wasser arbeitet sie mit zwei feststehenden Fokussierungen und dank einer Einstellgrenze von 45 cm gelingen mit ihr auch detailgetreue Nahaufnahmen. Dabei zeigt der extra große Sucher alle Motive groß und deutlich und mit ihren großen und griffigen Bedienelementen lässt sie sich auch für einen schnellen Schnappschuss problemlos bedienen.
    Durch ihre Dichtheit bis 5 m Wassertiefe kann ich die Kamera jetzt ständig um den Hals hängen lassen und brauche mir auch im Falle, dass wir mal Baden gehen, keine Sorgen zu machen.

    Pentax Nachdem die Entwicklung auch bei Digitalkameras immer weiter voranschreitet, habe ich mittlererweile eine wasserfeste Digitalkamera gekauft: Die Optio WPi von Pentax mit 6 Megapixeln und optischem 3fachem Zoom. Die Kamera ist gemäß Herstellerangaben bis 1,5 Meter und 30 Minuten wasserdicht und sogar für Unterwasseraufnahmen geeignet. Daher ist sie ideal zum Bootfahren - und ggf. auch mal zum ins Wasserfallen. Die Bilder für diese Webseite sind nun direkt nach der Tour verfügbar und ich kann, im Gegensatz zur Canon, auch zoomen.



    Heckkasten

    Heckkasten Heckkasten Da im Schlauchboot nicht all zu viel Platz ist, habe ich mir aus Aluminium einen Heckkasten bauen lassen, der mit zwei Klammern hinten außen am Heckspiegel befestigt wird. Der Kasten ist so flach, dass er nicht ins Wasser hängt, aber trotzdem so groß, das z.B. die Luftpumpe und andere Ausrüstungsgegenstände hinein passen. Dadurch haben wir so viel Platz gewonnen, dass nur noch ein wasserdichter Sack mit Ersatzkleidung und die Picknicktasche im Boot liegen müssen.



    Luftpumpe

    El. PumpeMobilePowerPumpeUm das Schlauchboot vorort schnell aufpumpen zu können, habe ich mir eine elektrische Luftpumpe von Nordisk gekauft. Betrieben wird sie über eine aufladbare Powerbank vom Magnatron (Gibt's leider nicht mehr, ähnlich ist aber z.B. der Mobitronic PowerTank von Waeco), die von der Leistung her das ganze Boot aufblasen kann. Lediglich eine Restmenge Luft muss mit der Doppelhub- Luftpumpe für die richtige Festigkeit des Bootes von Hand eingepumpt werden. Hierfür hat die elektrische Luftpumpe nicht genug Leistung. Natürlich gehört die Handpumpe - genauso wie ein kleiner Reparaturset - zur ständig mitgeführten Ausrüstung auf der Tour.


    Paddel

    Bei den Paddeln haben wir uns für das Stechpaddel "RIM Indian" von Prijon entschieden. Es ist sowohl für ruhige Wander- wie auch für leichte Raftingtouren geeignet, da es sehr unempfindlich ist. Das Blatt besteht aus schlagzähem RIM-Material, der Schaft aus Aluminium.
    Paddel
    Da wir die Paddel direkt bei Prijon in Rosenheim gekauft haben, haben wir für unsere unterschiedlichen Körpergrößen auch verschiedene auf uns angepasste Schaftlängen erhalten. Auch die Kinder haben dieses Paddel in einer für sie handhabbaren Größe.


    Knieschoner

    Knieschoner Beim Paddeln im Canadier hat man knieend einen besseren Bootskontakt.
    Um auch die Kniee entsprechend zu polstern haben wir uns für wenig Geld Knierschoner aus dem Baumarkt besorgt. Eigentlich zum Boden- bzw. Fliesenlegen gedacht, lassen sich so auch längere Strecken im Canadier gut geplostert knieend bewältigen.
    Auch die Kinder schätzen diese preiswerte Lösung.


    Schuhe

    Schuh Nachdem wir anfangs mit Turnschuhen oder sogar Barfuss unterwegs waren, haben wir mittlerer Weile den optimalen Schuh für unsere Touren gefunden: Wir ziehen Trekking-Sandalen, z.B. von Teva an. Diese geben sehr guten Halt, haben eine rutschfeste Sohle und sind wasserfest. Außerdem sind sie nahezu unverwüstlich und trocknen schnell.


    Schwimmwesten

    Grabner RioMarinepool ChampionGrabner CanyonMarinepoll Fishwest Für uns war von Anfang an klar: Die Kinder tragen Schwimmwesten - und wir Erwachsene dann natürlich auch.
    Wir haben dann für die Kinder die fetzige Rettungsweste "Rio" und für uns die Schwimmhilfe "Canyon" von Grabner bzw. wegen ihrer vielen Taschen die "Fishwest" von Marinepool gekauft.
    Bei der Kinderwesten war uns wichtig, dass sie sowohl Ohnmachtkragen als auch Beinschrittgurte haben, um im schlimmsten Falle die Kinder sicher über Wasser zu halten und ein "Rausrutschen" unmöglich ist.
    Seit die Kinder grösser sind, haben wir den Kindern neue Westen, die "Champion" von Marinepool, verpasst. Diese sind bequemer und, da die Kinder nun sicher schwimmen können und unsere Bootserfahrungen immer mehr werden, können wir auf den Ohnmachtskragen verzichten.
    Trotz anfänglicher Proteste unserer Kinder bestehen wir nach wie vor konsequent auf das Anlegen der Westen (und halten uns auch selber daran), da auch bei Flüssen mit niedrigem Wasserstand die Strömungen unter Umständen ein Aufstehen oder schnelles Schwimmen ans Ufer verhindern.


    Seile und Wurfsack

    HF Wurfsack Zur Standardausrüstung einer Tour gehört ein Wurfsack. Zum Einen kann es vorkommen, dass man selber Unterstützung von Land braucht, zum Anderen muss man jemandem im Wasser helfen. Das ist der Wurfsack die optimale Hilfe, da man mit ihm gezielt ein Seil über eine größere Distanz werfen (unsere Wurfsäcke von °hf haben zwischen 18 und 20 Metern Seillänge). Allerdings sollte man das gezielt werfen üben.
    Aber auch ohne Notsituation ist der Wurfsack hilfreich. So ist das Seil immer gut aufgeräumt und schnell bei der Hand, wenn man mal zusätzliche Länge benötigt.
    Am Canadier habe ich vorne und hinten ungefähr 5 Meter Schwimmseil mit Karabinern befestigt. Dies reicht in der Regel für alle Manöver und Sicherungen aus. Zum Treideln kann ich jedoch mit einer 5 mm dicken schwimmfähigen Schnur hoher Festigkeit bei Bedarf verlängern.


    Transport

    Bei Transport hat das Schlauchboot ganz klare Vorteile: Es passt problemlos in den Kofferraum.
    Der Canadier lässt sich nur auf dem Autodach transportieren. Um ihn dort sicher zu befestigen, habe ich zuverlässige Ratschen-Spanngurte angeschafft (Vorsicht! Mit den Ratschen-Spanngurten lässt sich ein immenser Druck erzeugen, der unter Umständen dem GFK-Boot das "Rückrat" brechen kann. Daher bitte behutsam dosieren!). Seit diesem Jahr (2003) spanne ich das Boot hinten und vorne mit 7 mm starker Reepschnur (aus dem Bergsport) ab. Diese haben den Vorteil gegenüber den Spanngurten, die ich vorher verwendet habe, dass sie sich leichter durch die Befestigungslöcher des Canadiers ziehen lässt und bei Transport keine unangenehmen Windgeräusche verursacht.
    Palstek
    Am Canadier verwende als Knoten ich den "Palstek" (siehe Grafik oben) und an der Abschleppöse den "Trucker's hitch" (siehe Grafik unten).
    Trucker's hitch



    Wasserdicht

    TrockentascheTonne Wir haben natürlich die klassische wasserdichte Verpackung: Entweder nur den wasserdichten Packsack oder, wie bei Henrik, wasserdichte Trockentaschen mit 40 Litern Inhalt, wie es sie unter Anderem bei Prijon oder Ortlieb gibt. Dazu auch kleinere Packsäcke z.B. für Wertsachen.
    KofferDie Trockentaschen haben im Canadier den Vorteil, dass sie leicht von oben zu öffnen sind und man damit schnell an alle Gegenstände kommt. Zusätzlich sind sie verschlossen so klein, dass sie längs unter die Sitze und zwischen die Knie passen. Dadruch nehmen sie wenig Platz ein und unsere wasserdichte Tonne, die wir günstig im Baummarkt erstanden haben, hat - zumindest für normale Touren - ausgedient.
    Für die Wertsachen (Kamera, Handy, etc.) habe ich die kleine Pelibox 1200 angeschafft. Sie ist absolut wasserdicht und schwimmt. Und innen mit vorgestanztem Schaumstoffpolster ausgestattet. Hier lassen sich die Aussparungen für die Wertgegenstände problemlos rauslösen und alles ist stoßsicher verpackt. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass man den Schaumstoff nachkaufen kann. So ist auch bei neuem Inhalt immer die richtige Polsterung möglich.